Das Wort "Taufe" kommt von "tauchen". In der Taufe wird ein Mensch "eingetaucht" in die Liebe des dreifaltigen Gottes.
Dem Täufling wird wirksam zugesagt: Du bist Kind Gottes, du bist ein Bruder/eine Schwester Jesu, du bist ein Gefäß des Heiligen Geistes. Du gehörst zur Gemeinschaft der Kirche. Gottes Liebe zu dir ist unauslöschlich. Selbst wenn du dich von Gott abwenden solltest, wird er immer auf dich warten.
Tauftermine: In unserer Pfarre gibt es fix vorgegebene Tauftermine, an denen Pfarrer P. Leonhard das Sakrament der Taufe spendet.
Diese sind aus der monatlichen Gottesdienstordnung ersichtlich oder können in der Pfarrkanzlei erfragt werden. An einem Tauftermin empfangen mehrere Täuflinge die Taufe.
Voraussetzung: Mindestens ein Elternteil muss der römisch-katholischen Kirche angehören. Sind beide Eltern aus der Kirche ausgetreten oder nicht getauft, ist für die geplante Taufe zuvor ein Gespräch mit Herrn Pfarrer erforderlich. Außerdem ist in diesem Fall ein Taufvorbereitungs-Kurs (dauert ca. ein halbes Jahr) bei der Diözese St. Pölten zu absolvieren.
Zuständigkeit: Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz in Rabenstein haben, dann ist unsere Pfarre für Sie zuständig. Haben Sie Ihren Hauptwohnsitz nicht in Rabenstein, brauchen Sie für die Taufe die schriftliche Tauferlaubnis Ihrer Wohnpfarre. Diese erhalten Sie beim dortigen Pfarramt. Bitte setzen Sie sich mit diesem in Verbindung.
Paten: Eltern können nicht selber Pate/Patin sein, da dies dem Sinn des Patenamtes widerspricht. Taufpate/Taufpatin müssen römisch-katholisch, bereits gefirmt sein und darf nicht ausgetreten sein. Das Mindestalter ist 16 Jahre.
Anmeldung: Bitte melden Sie die Taufe Ihres Kindes mindestens 6 Wochen vorher in der Pfarrkanzlei an. Dort erfahren Sie auch den Termin für das Taufgespräch. Bereiten Sie für das Taufgespräch bitte folgende Dokumente vor:
Vom Kind: Geburtsurkunde und Meldezettel;
Von den Eltern: Taufscheine und Heiratsurkunde/Trauungsschein;
Von Pate/Patin: Taufschein. (Taufscheine von Eltern und Paten werden nur benötigt, wenn diese nicht in der Pfarre getauft wurden.)
Erwachsenentaufe: Sie selbst sind nicht getauft und wollen durch die Taufe in die römisch-katholische Kirche aufgenommen werden? Die Taufe ist an kein Alter gebunden. Nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarrer auf oder wenden Sie sich an das Pfarramt Ihres Wohnortes. Nötige Dokumente: Geburtsurkunde, Meldezettel, evtl. Heiratsurkunde.
„Wir gehen zur Kommunion“ bedeutet: Wir nehmen die Einladung Jesu an, treten in Gemeinschaft mit ihm und seiner Kirche.
Die Eucharistie gehört - zusammen mit Taufe und Firmung - zu den Sakramenten der Aufnahme in die Kirche.
In Österreich empfangen die meisten katholischen Kinder in der zweiten Schulstufe (2. Klasse Volksschule) das erste Mal die Hl. Kommunion.
Der Termin für die Erstkommunion wird über den Pfarrbrief und über die Schule angekündigt. Meist ist dies bei uns das kirchliche Fest Christi-Himmelfahrt im Mai. Sie können den Termin natürlich auch in der Pfarrkanzlei erfragen. Beim Elternabend im Pfarrsaal (meistens im Oktober/November) wird die Vorbereitung auf die Erstkommunion besprochen.
Sollte Ihr Kind noch nicht getauft sein, aber an der Erstkommunion teilnehmen wollen, kann es im Rahmen der Vorbereitung die Taufe empfangen.
Das Wort Firmung heißt Stärkung (lat. confirmare = bestärken). Ein Nachfolger der Apostel ruft den Heiligen Geist auf bereits Getaufte herab, damit diese ihr Christsein ernst nehmen und kraftvoller leben können.
Das Vorbild für dieses Tun finden wir in der Apostelgeschichte (8,14-17): "Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen...
...Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist."
In unserer Pfarre können die Kinder ab der 7. Schulstufe (entspricht z. B. 3. Klasse NM) das Sakrament der Firmung empfangen. Der Beginn der Firmvorbereitung wird über den Pfarrbrief, über „Amtliche Nachrichten Rabenstein“ und über die Hauptschule bekannt gegeben. Der Elternabend für die Firmvorbereitung ist Ende Herbst.
Das Sakrament der Firmung wird in unserer Pfarrkirche im Mai oder Juni gespendet. Der genaue Termin wird im Pfarrbrief oder in „Amtliche Nachrichten Rabenstein“ bekannt gegeben.
Altersgrenze: Der Firmling muss im Jahr der Firmung das 13. Lebensjahr erreichen, das ist der 12. Geburtstag.
Hinweis: Eltern können nicht Pate/Patin sein. Der Firmpate/die Firmpatin müssen römisch-katholisch und bereits gefirmt sein und dürfen nicht ausgetreten sein. Das Mindestalter für den Firmpaten ist 16 Jahre. Es ist sinnvoll, dass der Taufpate/die Taufpatin auch als Firmpate/Firmpatin vorgesehen wird.
Sie sind bereits erwachsen und wollen das Sakrament der Firmung empfangen: Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Herrn Pfarrer auf.
Im Sakrament der Ehe wird gefeiert, dass Gottes Treue in der Liebe zweier Menschen sichtbar wird.
In der katholischen Trauungsfeier heißt es: "Gott hat die Ehe zu einem Abbild seiner Liebe zu uns Menschen gemacht. Er segnet und heiligt die Liebe von Mann und Frau und macht ihre Verbindung unauflöslich, wie auch seine Liebe zu uns unwiderruflich ist."
Unentbehrliche Elemente für das Ehe-Sakrament sind:
- Mann und Frau sagen aus eigener Entscheidung und freiem Willen ihr JA zueinander.
- Beide sind fest entschlossen, treu zu sein, "bis der Tod uns scheidet".
- Beide sind grundsätzlich für Kinder offen.
Die Brautleute spenden sich gegenseitig das Sakrament der Ehe und erbeten dazu Gottes reichen Segen. Der Pfarrer assistiert dabei der Trauungsfeier und leitet diese.
Voraussetzung für die kirchliche Eheschließung:
Mindestens ein Partner muss der römisch-katholischen Kirche angehören.
Vor Ihrer Hochzeit wird der Herr Pfarrer ein Trauungsgespräch mit Ihnen vereinbaren. Sie werden außerdem einen Ehevorbereitungskurs besuchen. Dieser wird an verschiedenen Orten der Diözese angeboten.
Zuständigkeit: Wenn Sie nicht in Rabenstein wohnen, aber in unserer Pfarrkirche heiraten möchten, benötigen Sie ein Trauungsprotokoll Ihrer Wohnpfarre. Dieses bekommen Sie beim dortigen Pfarramt. Bitte setzen Sie sich mit diesem in Verbindung.
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich nach Möglichkeit ein halbes Jahr vorher beim Pfarrer oder in der Pfarrkanzlei an.
Der Herr Pfarrer wird mit Ihnen dann den Hochzeitstermin festlegen und ein Trauungsgespräch vereinbaren, bei dem auch das Trauungsprotokoll aufgenommen wird. Folgende Dokumente von jeweils beiden Partnern sind dazu mitzubringen: Geburtsurkunde, Taufschein, Meldezettel, Anmeldung zur Eheschließung am Standesamt.
Waren Sie schon einmal verheiratet (kirchlich oder nur standesamtlich) und Ihr erster Ehepartner ist verstorben, müssen Sie die Heiratsurkunde/bzw. den Trauungsschein sowie die Sterbeurkunde mitbringen.
Zum Leben eines Christen gehört die Umkehr, der Neuanfang, die Versöhnung. Das erste Wort Jesu bei seinem öffentlichen Wirken lautet: "Kehrt um und glaubt" (Mk 1, 14).
Das Sakrament der Vergebung schenkt Ihnen die Möglichkeit Ihr Leben zu bedenken:
Wie schaut meine Beziehung zu anderen Menschen aus? Wie gehe ich mit mir selbst um? Wie ist meine Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus?
Es geht darum zu erkennen, wo in meinem Leben eine Kurskorrektur nötig ist weil ich z. B. Gutes nicht getan habe, sondern Schlechtes oder Falsches zugelassen habe. Vergebung geschieht, wenn Sie dies in der Beichte vor dem Priester aussprechen und die feste Absicht haben die nötige Kurskorrektur vorzunehmen. Der Priester hat die Vollmacht, Ihnen die Vergebung der Sünden im Namen Gottes zuzusagen. Mit der Buße / Beichte kann ein neues versöhntes Leben beginnen.
Für ein Beichtgespräch setzen Sie sich bitte mit dem Herrn Pfarrer in Verbindung. Vor Ostern und Weihnachten kommt jeweils ein auswärtiger Priester zum Beichthören in unsere Pfarre. Es ist möglich auch bei ihm zu beichten. Der Termin wird in der Gottesdienstordnung und im Pfarrbrief veröffentlicht.
Die Eucharistie wird häufig auch als „Sakrament der Sakramente“ bezeichnet.
Diese Benennung geht auf den hl. Augustinus zurück, der die hl. Messe als das zentralste Sakrament verstanden hat, das alle anderen Sakramente der Kirche in sich vereinigt.
Eucharistie heißt übersetzt 'Danksagung, Dankfeier'. Ihr Ursprung liegt im biblischen Bericht von der Abendmahlfeier Jesu mit seinen Jüngern. Jesus nahm im Kreis seiner Freunde Brot und Wein, sprach ein Segensgebet und reichte es ihnen. Mit den Worten "Tut das zu meinem Gedächtnis" im Evangelium nach Lukas gab er den Auftrag, diese Mahlgemeinschaft auch weiterhin zu pflegen.
Darum bilden Brot und Wein die zentralen Symbole der Eucharistie. Sie ist die zentrale Feier der Gemeinschaft in Christus und erinnert an sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung.
Die Eucharistiefeier ist der Höhepunkt im Pfarrleben einer Gemeinde, da in ihr in besonderer Weise das Erlösungsgeschehen Jesu Christi gegenwärtig wird. Christus selber lädt in der Eucharistiefeier die Gläubigen ein zur Einheit mit ihm und untereinander. Ein besonders tiefes und sichtbares Zeichen dieser Einheit ist die Hl. Kommunion.
Im Sakrament der Krankensalbung wird die besondere Liebe Christi zu den Kranken spürbar.
In der Heiligen Schrift steht:
"Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben." (Jakobus 5,14-15)
Jede Art von Krankheit beeinträchtigt unsere Lebensfreude. Sie kann in manchen Fällen bis an die Grenze des Lebens führen und eine schwere seelische Krise auslösen. Das Sakrament der Krankensalbung ist die Möglichkeit, durch die Gott dem Menschen in einer durch Krankheit bedingten schwierigeren Lebenssituation Trost spenden will. Die Krankensalbung ist nicht die „Letzte Ölung“, wie sie früher oft bezeichnet worden ist. Die Krankensalbung kann mehrmals empfangen werden und wird vom Priester auf Wunsch gespendet.
Haben Sie oder jemand von Ihren Angehörigen den Wunsch das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen, dann melden Sie sich bitte beim Herrn Pfarrer oder in der Pfarrkanzlei.